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FARR Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Juni 2018

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Juni 2018

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1. Vorwort zum Jubiläums-Newsletter, WPK-Beiratswahl und wie merkt man sich Witze?

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Berufskolleginnen und -kollegen,

Sie erhalten heute den FARR-WP-Jubiläums-Newsletter Nr. 60.
Viel Spaß beim Lesen, natürlich auch bei den Witzen und Rätseln.

Bis zum Wahltag am 10. Juli 2018 wird der Beirat der WPK neu gewählt (vgl. WPK Magazin 2/2018, S. 18; IDW Life 06.2018, S. 589). Es gibt 8 Wahllisten mit je max. 45 Kandidaten. Für die Ziegler-Liste, die insb. für den WP-Mittelstand steht, tritt auch wieder Herr Dr. Farr an. Herzlichen Dank dafür, wenn Sie ihm Ihre Stimmen (max. drei Stimmen pro Kandidat) geben.

Ein Pfarrer, der schmuggelt

Eine Frau sitzt im Flugzeug neben einem Pfarrer. „Vater“, sagt sie, „darf ich sie um einen Gefallen bitten?“ Er: „Gerne, wenn ich kann, meine Tochter.“

„Also wissen Sie, ich habe mir einen sehr teuren und ganz besonders guten Rasierapparat für Damen gekauft, der ist aber noch ganz neu und jetzt fürchte ich, dass ich beim Zoll einen Haufen Abgaben dafür zahlen muss. Könnten Sie ihn vielleicht unter ihrer Soutane verstecken?“

„Das kann ich schon, meine Tochter, das Problem ist nur: Ich kann nicht lügen, aber geben Sie das Gerät her, es wird mir schon etwas einfallen!“

Naja, denkt sich die Frau, das wird schon klappen und gibt ihm den Rasierer.

Am Flughafen fragt der Zollbeamte den Pfarrer, ob er etwas zu verzollen hat.

„Vom Kopf bis zur Mitte nichts zu verzollen, mein Sohn!“ versichert der Pfarrer.

Etwas erstaunt fragt der Zollbeamte: „Und von der Mitte abwärts?“ „Da unten“ sagt der Pfarrer „habe ich ein Gerät für Damen, das noch nie benutzt wurde!“

Der Zollbeamte lacht schallend und ruft: „Der Nächste bitte....“

Treffen im Supermarkt (von Markus Hofmann)

Zwei Frauen im Supermarkt stoßen zusammen. Meint die eine völlig aufgelöst:
„Entschuldigen Sie, aber ich bin total durcheinander, ich suche meinen Mann!“

Darauf die andere: „Mir geht es auch so, seit zehn Minuten finde ich meinen Mann nicht mehr! Wie sieht Ihrer denn aus?“ 

„Meiner hat blonde Haare, ist 1,90 Meter groß, braun gebrannt, tolle Figur, Waschbrettbauch, ein Lächeln wie Brad Pitt, die Hände von André Rieu und wenn er nachdenklich ist, den Dackelblick von George Clooney. Wie sieht Ihrer denn aus?“

„Pfeiff drauf. Suchen wir Ihren!“

Witze einfach merken (von Markus Hofmann)

„Wie merkst du dir nun einen guten Witz, wenn du einen hörst? Ich selbst habe meine 100 besten Witze immer parat - mit einer einfachen Merktechnik: Die beste Art, sich Witze zu merken, ist die bildhafte Assoziation. Du verknüpfst den Hautdarsteller des Witzes, um den es in der Pointe geht, einfach mit einem Teil deines Körpers. Lass uns das doch mal an einem praktischen Beispiel ausprobieren. Nehmen wir z.B. den Witz mit dem Supermarkt (siehe oben).

Stelle dir nun den schönen Mann (oder die Frau) vor, wie er im Supermarkt einen Einkaufswagen vor sich herschiebt und dir versehentlich über deinen Fuß fährt. Da du von seinem Anblick noch immer hin und weg bist, bemerkst du den Schmerz - deine Zehen sind abgetrennt - zuerst gar nicht, sondern du himmelst ihn weiter an. (Als Mann stelle ich mir eine rassige Blondine vor, die mir über den Fuß fährt).

Wenn du das nächst Mal den Witz zum Besten geben willst, wirf einfach einen Blick auf deinen Fuß, und schon fällt dir die Situation im Supermarkt ein.

Die nächsten Witze, die du hörst, kannst du dann mit deinem Kniescheiben, Hüften, deinem Po oder anderen Körperteilen kreativ verknüpfen. Erzähle diese Witze mindestens fünf Personen. Das fördert deine rhetorischen Fähigkeiten und dein Gedächtnis.“

Fazit: Außerdem ist man als Witzeerzähler immer beliebt und gut unterwegs.

Zum Schluss noch was zum Knobeln (von Markus Hofmann)

Das nachfolgende Rätsel ging letztes Jahr herum. Angeblich schaffen es nur 3 % der Bevölkerung, es zu lösen. Gehören Sie dazu?

Wie lautet das Ergebnis der letzten Addition?

1 + 4 =   5
2 + 5 = 12
3 + 6 = 21
4 + 7 = ?

Die Lösung des Rechenrätsels steht auf Seite 4 unten.

Mit kollegialen Grüßen aus Berlin
Ihr Dr. Wolf-Michael Farr

 

2. WICHTIG für Prüfer für Qualitätskontrolle: Wer bis 16.06.2019 keine Spezialfortbildung nachweist, wird als PfQK deregistriert

a) PfQK müssen Ihre Aus- und Fortbildung der WPK nachweisen; Übergangsfrist bis 16.06.2019

  • Die Neuregistrierung als PfQK steht in § 57a Abs. 3 WPO n.F. Danach muss der PfQK auch als „gesetzlicher Abschlussprüfer“ bei der WPK registriert sein (Abs. 3 Satz 3) und eine zweitägige Ausbildungsveranstaltung zum PfQK
  • Übergangsregelung für den Nachweis der Fortbildung als PfQK: Nach § 136 Abs. 3 WPO n.F. ist der erste Nachweis der speziellen Fortbildung nach § 57a Abs. 3a Satz 2 Nr. 4 WPO n.F. spätestens bis zum 16.06.2019 zu führen, d.h. der WPK einzureichen. Nachzuweisen sind 24 Einheiten á 45 Min. in den letzten 3 Jahren.
  • Die Registrierung als PfQK kann widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen für die Registrierung als PfQK entfallen sind (§ 57a Abs. 3a WPO n.F.). Dies gilt u.a. auch dann, wenn der PfQK in den letzten drei Jahren keine spezielle Fortbildung in der QK nachweisen kann. Die fehlende Fortbildung war nach bisherigem Recht (bis 2016) kein regulärer Grund zum Widerruf als PfQK.

b) Unser Seminarangebot in 2018 zur Ausbildung als Voraussetzung für die Neuregistrierung zum PfQK

Das zweitägige Seminar richtet sich an Berufskollegen, die sich bei der WPK als PfQK neu registrieren lassen möchten. Es ist von der WPK als Ausbildungsveranstaltung mit 16 Einheiten á 45 Min. anerkannt (Schreiben der WPK vom 06.03.2018). 

Termin und Ort: 26. und 27.09.2018 (Kurs-Nr. 579) in Frankfurt/M., Steigenberger Hotel Metropolitan (direkt am Hbf).

Referent: WP / StB Dr. Wolf-Michael Farr, reg. PfQK (er hat 180 QK durchgeführt).

Seminargebühr: € 900, ab 2. Teiln. € 830, jeweils zzgl. USt.

Lösung des Rechenrätsels von Seite 3

Man addiert stets das Ergebnis der vorherigen Gleichung:

1 + 4 =   5
5 + 2 + 5 = 12
12 + 3 + 6 = 21
21 + 4 + 7 = 32

Gliederung des Seminars (Aktualisierung vorbehalten)

A. Das System der Qualitätskontrolle

  • Darstellung des Rechtsrahmens/Veränderungen des Systems der QK
  • Die Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS) beim BAFA
  • Die Berufssatzung (BS WP/vBP)
  • Die Satzung für Qualitätskontrolle (SaQK)
  • Die Hinweise der KfQK zur Qualitätskontrolle
  • Bericht der WPK über die Berufsaufsicht und Tätigkeitsbericht der KfQK
  • Hinweise zur Berufsaufsicht und Qualitätskontrolle im WPK-Magazin

B. Die Anforderungen an den Prüfer für Qualitätskontrolle

  • Registrierung als PfQK und Auftragsannahme

    => Workshop 1: Neuerungen im QS-System der WP-Praxis

C. Das Qualitätssicherungssystem der Praxis als Prüfungsgegenstand der Qualitätskontrolle

  • Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem (Sollsystem)
  • 55b WPO, §§ 8, 50 ff. BS WP/vBP
  • IDW QS 1 (Stand: 09.06.2017)
  • Besonderheiten bei der Prüfung des QSS von Kleinpraxen
    (Hinweis der KfQK vom 25.10.2016) und Skalierung der QK

    => Workshop 2Vorbereitung und Planung der QK

D. Die Durchführung der Qualitätskontrolle und die Berichterstattung über die durchgeführte Qualitätskontrolle

  • Prüfung der Vollständigkeit der Grundgesamtheit der Auftragsabwicklung
    (Hinweise der KfQK vom 07.03.2017 und vom 05.10.2016)
  • Der überarbeitete IDW PS 140 n.F. (Stand: 09.06.2017)
  • Der Qualitätskontrollbericht (insb. Hinweis der KfQK vom 17.07.2017)

    => Workshop 3: Durchführung der QK

E. Fallstudie mit Arbeitshilfen (=> 10 Prozessschritte)

  1. Auftragsannahmeprozess und Informationsgewinnung
  2. Auftragsplanung (Risikoorientierung, Prüfungsstrategie und Prüfungsprogramm)
  3. Beurteilung der Praxisorganisation
  4. Beurteilung der Abwicklung von Aufträgen
  5. Beurteilung der Nachschau
  6. Ableitung des Prüfungsurteils (Würdigung aller Prüfungsfeststellungen, Prüfungshemmnisse)
  7. Sonderprüfungen, Folgeprüfungen
    (insb. bei zuvor erteilten Maßnahmen durch die KfQK)
  8. Schlussbesprechung und Dokumentation
  9. Qualitätskontrollbericht (akt. FARR-Musterbericht)
  10. Qualitätssicherung bei der QK (Berichtskritik / Nachschau)

    => Workshop 4: Ergebnisse der QK und Prüfungsurteil

c) Unser Seminarangebot in 2018 zur Spezialfortbildung für bereits registrierte PfQK

Das eintägige Seminar (update mit Fallstudie) richtet sich speziell an PfQK, die sich regelmäßig einmal pro Jahr updaten lassen möchten. Es ist von der WPK als Spezialfortbildung für PfQK mit 8 Einheiten á 45 Min. anerkannt (Schreiben der WPK vom 06.03.2018).

Termine und Orte:

  • 09.18 Hamburg, Kurs-Nr. 583
  • 09.18 Frankfurt (am Hbf), Kurs-Nr. 582 (= 2. Tag von Kurs-Nr. 579, s. oben b))
  • 11.18 München (am Hbf), Kurs-Nr. 584
  • 12.18 Düsseldorf, Kurs-Nr. 586
  • Weitere Termine im Jan., April, Sept. bis Dez. 2019 (=> siehe unten TOP 20)

Referent: WP / StB Dr. Wolf-Michael Farr, reg. PfQK (er hat 180 QK durchgeführt).

Seminargebühr: € 460 (ab 2019: € 470), ab 2. Teiln. € 420 (ab 2019: € 430), jeweils zzgl. USt.

Gliederung des Seminars: Analog wie oben zu b), weniger Grundlagen, dafür mehr Aktuelles und praktische Hinweise

  1. Das System der Qualitätskontrolle
  2. Das Qualitätssicherungssystem der Praxis als Prüfungsgegenstand der Qualitätskontrolle
  3. Die Durchführung der Qualitätskontrolle und die Berichterstattung über die durchgeführte Qualitätskontrolle (einschl. umfangreicher Fallstudie)
 

3. WPK / IDW: Welche Beauftragte / Manager braucht eine „moderne“ WP- / vBP-Praxis (Zuständigkeitsmatrix)?

Bei einer externen Qualitätskontrolle (=> durch Peer) oder anlassunabhängigen Inspektion (=> durch Inspektor) wird man immer wieder nach dem Geldwäschebeauftragten, dem Datenschutzbeauftragten oder dem Nachschaubeauftragten gefragt.

Wie könnte eine Zuständigkeitsmatrix (Organigramm) bzgl. der Beauftragten aussehen?

Quelle: IDW Praxishandbuch 2017 / 2018, 11. Aufl., S. 7 f.

Das IDW Praxishandbuch sieht im Kapitel A. eine Tabelle für „Nicht-mandatsspezifische Zuständigkeiten“ mit folgenden Verantwortungsbereichen vor:

Verantwortungsbereich Herr / Frau
Unabhängigkeitsbeauftragte/r:  
Geldwäschebeauftragte/r:  
Aus- und Fortbildungsbeauftragte/r:  
Nachschaubeauftragte/r:  
...  

Wir haben diese Tabelle zu folgender Zuständigkeitsmatrix (Organigramm) weiterentwickelt (damit wären Sie optimal organisiert!). Die Tabelle könnte wie folgt aussehen und sollte Teil des Qualitätshandbuchs (oder eine Anlage hierzu) sein:

  1 2 3 4 5 6 7
Verantwortlicher Geldwäschebeauftragter Datenschutzbeauftragter Unabhängigkeitsbeauftragter Risiko-Manager Beschwerde-Manager Qualitäts-Manager Nachschaubeauftragter
Partner 1              
Partner 2              
Mitarbeiter              
usw.              

Zu 1.: Geldwäschebeauftragter (= GwB) => vgl. auch unten TOP 8

Hierzu hat die WPK eine Anordnung nach § 7 Abs. 3 Satz 1 GwG (Stand: 27.09.2017) herausgegeben (WPK Magazin 4/2017, S. 38 f.) Hiernach gilt Folgendes:

Pflicht zur Bestellung eines GwB (§ 6 Abs. 2 Nr. 2 i.V.m. § GwG => § 7 Abs. 1 GwG findet auf WP/vBP/StB keine Anwendungen => Die WPK kann dies aber anordnen, wenn sie einen GwB für angemessen erachtet (§ 7 Abs. 3 GwG)

a) Anordnung der WPK vom 27.09.2017: WP/vBP in eigener Praxis, in gemeins. Berufsausübung und Berufsgesellschaften sind verpflichtet, einen GwB und einen Stellvertreter zu bestellen, wenn in der berufl. Einheit mehr als  insg. 30 WP/vBP oder Angehörige von Berufen, mit denen der Beruf des WP/vBP gemeinsam ausgeübt werden darf (z.B. StB, RA), tätig sind.

b) Verpflichtete, die Mutterunternehmen einer Gruppe i.S.d. § 1 Abs. 16 GwG sind, haben für alle gruppenangehörigen Unternehmen einen GwB sowie einen Stellvertreter zu bestellen, wenn in der Gruppe mehr als 30 Berufsträger tätig sind.

c) Aufgaben des GwB: Er ist für die Implementierung und Überwachung der Einhaltung der geldwäscherechtlichen Vorschriften zuständig. Er ist Ansprechpartner für (§ 7 Abs. 5 GwG):

  • die Strafverfolgungsbehörden und die für die Aufklärung, Verhütung und Beseitigung von Gefahren zuständigen Behörden
  • die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen
  • die WPK als Aufsichtsbehörde

d) Person des GwB: Mit Blick auf die Bedeutung seiner Aufgaben sollte er in der Hierarchie der Praxis hoch angesiedelt sein (z.B. Partner, Sozius, Leitungsorgan); keine Benachteiligung aus der Tätigkeit als GwB.

e) Freiwilliger GwB: Auch in kleineren Einheiten oder Gruppen sinnvoll, wenn mit Blick auf Geschäftsfeld oder Mandanten erkennbare Risiken der Geldwäsche bestehen.

f) Anzeige an die WPK: Die Bestellung des GwB und des Stellvertreters sowie auch ihre Entpflichtung sind jeweils namentlich vorab anzuzeigen (§ 7 Abs. 4 GwG). 

Zu 2.: Datenschutzbeauftragter (= DSB) => vgl. auch unten TOP 5

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist seit 25.05.2018 in Kraft und betrifft alle Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, d.h. auch WP-und StB-Praxen. Für den DSB gilt hier Folgendes:

a) Pflicht zur Bestellung eines (betriebl.) DSB

  • Aufgrund der DS-GVO wird es ab 2018 erstmals eine europaweit geltende Pflicht zur Bestellung eines DSB geben (Art. 37 ff. DS-GVO, § 38 BDSG n.F.).
  • Diese ist bindend, sofern ein Unternehmer einer Tätigkeit nachgeht, die aus datenschutzrechtlicher Sicht einer besonderen Kontrolle bedarf.
  • 38 BDSG n.F. (vergleichbar zu § 4f Abs. 1 Satz 4 BDSG a.F.) enthält die Pflicht, wenn mind. 10 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbez. Daten beschäftigt sind. Wer zählt zu den „Personen“:
    • Sozien, Partner, angestellte WP/vBP, Sekretariat, sonstige Mitarbeiter
    • Teilzeitkräfte, Azubis, Praktikanten und freie Mitarbeiter
  • Auch unterhalb des Schwellenwerts (unter 10 Pers.) ist der Praxisinhaber verpflichtet, die datenschutzrechtlichen Vorschriften im Übrigen einzuhalten.
  • TIPP: Man sollte unabhängig von einer Bestellpflicht einen DSB (ggf. freiwillig) bestellen, um so die Umsetzung der DS-GVO effektiv voranzutreiben.

b) Anforderungen an den DSB

  • Voraussetzungen: Fachwissen, Fähigkeiten, keine Interessenkollision (Nicht: Kanzleiinhaber, IT-Mitarbeiter).
  • Rechte: Besonderer Kündigungsschutz, Zeugnisverweigerungsrecht, Beschlagnahmeverbot, Weisungsfreiheit.
  • Schriftliche Benennung des DSB mit Festlegung der Aufgaben und Berichterstattung an die oberste Leitung.
  • WICHTIG: Anders als bisher müssen die Kontaktdaten des DSB ab 25.05.2018 veröffentlicht und zudem der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde gemeldet werden.

c) Welche Kriterien muss ein DSB erfüllen?

  • 37 Abs. 5 DSGVO fordert
    a) eine gewisse berufliche Qualifikation
    b) Fachwissen auf dem Gebiet des Datenschutzes / der Datenschutzpraxis
    c) die Fähigkeiten zur Erfüllung der gesetzl. definierten Aufgaben.
  • Durch stetige Neuentwicklungen werden DSB ständig gefordert, sodass eine stete Weiterbildung im IT- und juristischen Bereich unerlässlich ist, um den immer komplexeren Fragestellungen gerecht werden zu können.

d) Interner oder externer DSB?

  • Die Position kann intern oder extern besetzt werden (Art. 37 Abs. 6 DSGVO).
  • Vorteile des externen bDSB: Man benötigt keine internen Ressourcen und kann von dem Fachwissen eines externen DSB profitieren (z.B. externer RA).

e) Welche Aufgaben und Pflichten hat ein DSB nach § 39 DS-GVO?

  • Überwachung der Einhaltung der DS-GVO und nationaler Sonderregelungen (BDSG n.F.).
  • Unterrichtung und Beratung des Verantwortlichen, des Auftragsverarbeiters und der Beschäftigten; Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter.
  • Beratung und Überwachung i.Z.m. der Datenschutz-Folgenabschätzung.
  • Zusammenarbeit mit und Anlaufstelle für die Aufsichtsbehörde.

f) Haftung des DSB

Auch wenn das Unternehmen (ob Verantwortlicher oder Auftragsverarbeiter) selbst für die Einhaltung des Art. 24 Abs. 1 DS-GVO verantwortlich ist, haftet der DSB in seinem Verantwortungsbereich für Datenschutzverletzungen.

g) Gewerbliche Tätigkeit als externer DSB (z.B. RA)?

Ein RA war auch als selbständiger, extern bestellter DSB tätig. In seiner Steuererklärung vertrat er die Auffassung, als DSB freiberuflich tätig zu sein. Das FA ordnete diese Tätigkeit als „gewerblich“ ein. Das FG München (Urt. vom 25.07.2017, 5 K 1403/16) folgte dieser Beurteilung. Der Steuerpflichtige übe keine im EStG aufgezählte freiberufliche Tätigkeit (Katalogberufe) aus. Folglich sei ein selbständiger DSB gewerblicher Unternehmer. Der BFH muss nun abschließend entscheiden.

Zu 3.: Unabhängigkeitsbeauftragter

Quelle: IDW QS 1, Tz. 40 ff.

Eine der wichtigsten Berufsgrundsätze ist die Beachtung der Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und Vermeidung der Besorgnis der Befangenheit (§ 43 Abs. 1 S. 1 und 2 WPO; §§ 319 ff. HGB; §§ 28 ff. BS WP / vBP). Die Praxisleitung muss nach § 51 Nr. 1 BS WP / vBP Regelungen zur Unabhängigkeit etc. einführen. Die eingeführten Regelungen müssen u. a. gewährleisten, dass die Verantwortung für die Untersuchung und Lösung von Fragen i.Z.m. Unabhängigkeitsgefährdungen in der WP-Praxis festgelegt ist. Die hierfür zuständige Stelle ist der sog. „Unabhängigkeitsbeauftragte“. Dieser sollte in der Kanzlei namentlich bekannt sein (z. B. Hinweis im QS-Handbuch). 

Zu 4.: Risikomanager

Quelle: IDW QS 1, Tz. 70 ff.

Der Risikomanager ist z. B. im Rahmen der Auftragsannahme bzw. -fortführung für die Beurteilung von Auftragsrisiken verantwortlich.

Zu 5.: Beschwerdemanager (und Hinweisgebersystem / Whistleblowing)

Quelle: IDW QS 1, Tz. 101 ff.

Nach § 40 BS WP / vBP sind WP / vBP verpflichtet, Beschwerden und Vorwürfen von Mitarbeitern, Mandanten oder Dritten nachzugehen. Hierzu müssen im kanzleiinternen QS-System auch ausdrückliche Regelungen eingeführt werden (§ 51 Nr. 11 BS WP / vBP). Die Praxisleitung hat dafür zu sorgen, dass Beschwerden von Mitarbeitern der Praxisleitung oder der von dieser benannten Person (sog. „Beschwerdemanager“)
- ohne Besorgnis vor persönlichen Nachteilen (z. B. anonym; „Kummerkasten“) - zur Kenntnis gebracht werden (vgl. IDW QS 1, Tz. 105).

Das Gleiche gilt für das seit Mitte 2016 für den Bereich der Abschlussprüfungen nach § 316 HGB einzurichtende „Hinweisgebersystem“ (vgl. IDW QS 1, Tz. 104). Das Hinweisgebersystem hat nun auch den Bereich der Verhinderung von Geldwäsche mit zu umfassen. 

Zu 6.: Qualitätsmanager

Der Qualitätsmanager ist z. B. für das QS-System bzw. -handbuch sowie dessen Einhaltung und Weiterentwicklung (Anpassung der kanzleiinternen Regelungen und Arbeitshilfen an neue Entwicklungen, Gesetze, etc.) zuständig. Er ist damit auch Ansprechpartner für den Prüfer für Qualitätskontrolle bzw. den Inspektor (APAS).

Zu 7.: Nachschaubeauftragter

Quelle: IDW QS 1, Tz. 205 ff.

Nach § 55b Abs. 3 WPO und § 49 BS WP/vBP haben WP / vBP jährlich bzw. regelmäßig eine (interne) Nachschau durchzuführen. Wer für die Nachschau verantwortlich sein soll, wird im IDW QS 1, Tz. 207 ff. konkretisiert: Danach liegt die Verantwortung für die Nachschau zunächst bei der Praxisleitung. Diese kann aber die Organisation und Durchführung der Nachschau einer Person übertragen, die über die erforderliche Erfahrung, Kompetenz und Autorität verfügt, um diese Aufgabe wahrnehmen zu können (sog. „Nachschaubeauftragter“).

Die eigentliche Durchführung der Nachschau kann durch fachlich und persönlich geeignete Personen erfolgen (z. B. niederlassungs- bzw. abteilungsfremde Personen, angestellte oder freie Mitarbeiter, externer WP). Die „Selbstvergewisserung“ durch den Praxisinhaber ist gem. § 49 Abs. 4 BS WP/vBP ausnahmsweise zulässig (wenn keine geeigneten Mitarbeiter dazu vorhanden), aber nur bei angemessenem zeitlichen Abstand (nicht zulässig bei § 319a HGB-Mandaten).

Wegen Einzelheiten vgl. die Veranstaltungsreihe „WP aktuell 1/2018“ (A. TOP 4 und 5); vgl. unten TOP 19.

 

4. Die richtige Unterzeichnung und Datierung von JA, LB, VE, BV und PB

a) Wie kann man unwirksamen Erklärungen durch ordnungsgemäße Unterschriften vorbeugen? 

(1) Erforderlichkeit einer Unterschrift

Eine eigenhändige Unterschriftsleistung ist zur Gültigkeit von Rechtsgeschäften oder Willenserklärungen nach dem Willen des Gesetzgebers nur dann erforderlich, wenn durch Gesetz die Schriftform vorgeschrieben ist. Dies ist z.B. der Fall bei der Kündigung von Arbeitsverhältnissen oder von Mietverträgen, der Ausstellung einer Quittung, der Mängelrüge im Baurecht oder dem Abschluss eines Verbraucherkreditvertrags.

Darüber hinaus wird die Schriftform im täglichen Geschäftsverkehr vielfach freiwillig gewählt oder vereinbart, um eine sog. Privaturkunde zu schaffen, die im etwaigen gerichtlichen Streitfall die volle Beweiskraft für eine abgegebene Erklärung bietet. 

(2) Anforderungen an eine Unterschrift

Im Hinblick auf die gesetzlich angeordnete Schriftform ist das Vorliegen eines die Identität des Unterschreibenden ausreichend kennzeichnenden Schriftzugs erforderlich, der

  • individuelle, die Nachahmung erschwerende charakteristische Merkmale aufweist,
  • sich als Wiedergabe eines Namens darstellt und
  • die Absicht einer vollen Unterschriftsleistung erkennen lässt.

Der Begriff „Unterschrift“ ist durchaus auch wörtlich zu nehmen: Denn diese muss nach der Rechtsprechung einen Text „räumlich“ abschließen und soll daher nicht neben oder über dem Text stehen, sondern eben darunter („Unterschrift“).

Keine Unterschrift stellt hingegen die Verwendung eines Namenskürzels (Paraphe) oder eines Handzeichens dar. 

b) Zur richtigen Unterzeichnung und Datierung von Jahresabschlussunterlagen

Quelle: Gelhausen: Organisation der Abschlussprüfung, Unterzeichnung von Bestätigungsvermerken und berufsrechtl. Verantwortung, WPK Magazin 4/2007, S. 58.

(1) Wer hat den JA zu unterzeichnen? § 245 HGB („Unterzeichnung“)

„Der Jahresabschluss ist vom Kaufmann unter Angabe des Datums zu unterzeichnen. Sind mehrere persönlich haftende Gesellschafter vorhanden, so haben sie alle zu unterzeichnen.“ Wer ist jeweils der „Kaufmann“?

  • Einzelunternehmen: Einzelkaufmann
  • OHG: Von allen Gesellschaftern
  • KG: Von allen Komplementären
  • Genossenschaft: Von allen Mitgliedern des Vorstands
  • AG: Von allen Mitgliedern des Vorstands
  • KGaA: Von allen persönlich haftenden Gesellschaftern (§ 245 Satz 2 HGB)
  • GmbH: Von allen Geschäftsführern
  • KapCoGes: Von allen Vorständen bzw. Geschäftsführern

(2) An welcher Stelle ist der JA zu unterzeichnen?

  • Die Unterschrift muss den JA im Original räumlich abschließen (s. oben a) (2))
  • d.R. am Ende des Anhangs
  • Die einzelnen Teile des JA müssen fest miteinander verbunden sein, ansonsten müsste jeder Teil (Bilanz, GuV, Anhang) gesondert unterzeichnet werden

(3) Mit welchem Datum ist der JA zu unterzeichnen?

  • 245 Satz 1 HGB: „unter Angabe des Datums“
  • Datum = Tag / Monat / Jahr (Nachweisfunktion)
  • Geänderte JA: ggf. mit Doppel-Datum
  • Datum insb. wichtig bei (drohender) Insolvenz (§§ 283, 283b StGB)

(4) Welches konkrete Datum ist möglich bzw. wird in der Praxis verwendet?

  • Datum der tatsächlichen Aufstellung des JA (z. B. 15.04.)
  • Datum der Feststellung des JA (z. B. 15.08.)
  • Datum des Abschlusses der Prüfung des (hierdurch geänderten) JA
    (Datum des BV oder zeitnah vorher, z. B. 15.05.)
  • Beachtung der gesetzl. Aufstellungsfrist nach § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB, d. h. der JA wird mit 31.03. datiert (Dokumentation der rechtzeitigen Aufstellung)
  • Doppeldatum: Aufstellungsfrist / Datum nach Prüfung (z.B. 31.03. / 15.05.)

(5) Wie ist der Lagebericht zu unterzeichnen und zu datieren?

  • Nach Gesetz keine Unterzeichnung verlangt, aber sinnvoll, um die Verantwortung der gesetzl. Vertreter für den LB zu dokumentieren
  • Keine Datierung verlangt, aber sinnvoll, um den Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung zu dokumentieren (=> kann vom Datum des JA abweichen)

(6) Wie sind BV, PB und VE zu unterzeichnen und zu datieren?

Bestätigungsvermerk (= BV) Prüfungsbericht (= PB) Vollständigkeitserklärung (= VE)
- § 322 Abs. 7 Satz 1 HGB - § 321 Abs. 5 Satz 1 HGB - IDW PS 303 n.F., Tz. 29
- IDW PS 400 n.F., Tz. 72 ff. - IDW PS 450 n.F., Tz. 116  
- APr hat den BV unter Angabe des Tages der Unterzeichnung eigenhändig zu unterzeichnen - APr hat den PB zu unterzeichnen - Unterzeichnung durch GF-Organ in vertretungsberechtigter Anzahl
Datum: Tag, an dem die Prüfung materiell abgeschlossen ist und eine VE vorliegt - Dies hat analog zum BV unter Angabe von Ort und Datum zu erfolgen - „zeitnah“ zum Datum des BV (=> nicht nach dem Datum des BV!)
  - grds. Übereinstimmung mit Datum des BV  

(7) Digitaler PB und BV => vgl. dazu unten TOP 13

Wegen Einzelheiten verweisen wir auf die Veranstaltungsreihe „WP aktuell 2/2018“, C. TOP 3 und C. TOP 4; vgl. unten TOP 19.

 

5. DSGVO: Datenschutz in der WP/StB-Praxis - Erste Handlungsempfehlungen und das Problem der „Auftragsverarbeitung“

Quellen: 

  • Bundessteuerberaterkammer: Antworten auf häufig gestellte Fragen zur DSGVO (Stand: 04.04.2018).
  • Ehmann/Selmayr: Datenschutz-Grundverordnung, Beck-Verlag 2017.
  • IDW: Fragen und Antworten zu der EU DS-GVO und dem neuen Bundesdatenschutzgesetz (Stand: 08.03.2018); www.idw.de.
  • IDW: Praxistipps IT: Datenschutz in der Praxis, IDW Verlag, Düsseldorf 2018.
  • Lang: Praxishinweis der WPK zum Datenschutz (Stand: 09.01.2018), WPK Magazin 1/2018, S. 21 ff.; www.wpk.de/mitglieder/praxishinweise/datenschutz.
  • Potthoff: Das neue Datenschutzrecht in der Steuerberaterkanzlei - Praxisleitfaden zur Umsetzung der DS-GVO, NWB Verlag, Herne 2018.
  • Schumm: Die Datenschutz-Grundverordnung im Unternehmen - Wesentlichste Neuerungen […], WP Praxis 4.2018, S. 177 ff.

a) Erste Handlungsempfehlungen zur DSGVO (vgl. BStBK, GM 006/2018:

  1. Einrichtung eines Datenschutz-Leitfadens für die Kanzleiangehörigen (als Dokumentation der Datenschutzgrundsätze)
  2. Erstellung eines Verarbeitungsverzeichnisses (z.B. Kontaktdaten des Verantwortlichen, Zwecke der Verarbeitung, Kategorien der Betroffenen, etc.)
  3. Erstellung eines Aufbewahrungs- und Löschkonzepts
  4. Einrichtung eines Meldesystems für Datenpannen (in 72 Std.)
  5. Erstellung einer Arbeitsanweisung zur Wahrung der Betroffenenrechte (z.B. Ansprüche auf Information, Berichtigung, Löschung von Daten)
  6. Bestellung eines Datenschutzbeauftragten und Datenschutz-Folgenabschätzung
  7. Die Auftrags(daten)verarbeitungsverträge (z.B. Kanzleisoftware; DATEV) müssen an die neuen Vorschriften angepasst werden
  8. Schulung der Kanzleiangehörigen, damit sie bei Anfragen von Betroffenen und Datenschutzbehörden richtig reagieren und das Berufsgeheimnis wahren

b) Zur Datenschutzerklärung auf der Kanzleiwebseite vgl. die Praxishilfen des IDW oder der StBK Berlin (hier: Muster-Datenschutzerklärung) => www.stbk-berlin.de.

c) Hinweis des FAR zur Datenschutznovelle 2018 (Stand: 07.06.2018): Nach Ansicht des FAR geben sich aus Art. 28 DSGVO keine Neuerungen in Bezug auf die Verarbeitung von personenbez. Daten durch WP im Rahmen von Prüfungs- und Beratungsaufträgen, da von WP eigenverantwortlich durchzuführende Prüfungs- und Beratungs- und sonstige Aufträge - von Ausnahmen abgesehen - i.d.R. nicht in den Anwendungsbereich des Art. 28 DSGVO fallen. Der Wirtschaftsprüfer ist damit regelmäßig kein Auftragsverarbeiter.

 

6. Der neue Prüfungsbericht 2018/19 - Auswirkungen des neuen langen Bestätigungsvermerks

Quellen:

  • IDW PS 450 n.F.: Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (Stand: 15.09.2017), IDW Life 01.2018, S. 145 ff.; WPg 02.2018, S. 61; IDW visuell, WPg 02.2018, S. 83 ff.
  • FARR-Checkliste Nr. 10: Checkliste für die Anfertigung und Qualitätskontrolle von Prüfungsberichten, 7. aktual. Aufl. (Stand: 01.05.2017), IDW Verlag 2017.
  • Farr: Neuerungen beim Prüfungsbericht - Aufgrund von BilRUG, EU-Abschlussprüfer-Verordnung, AReG und IDW EPS 450 n.F., WPg 15.2017, S. 865 ff.
  • Philipps: Inhaltliche Neuerungen beim Prüfungsbericht (IDW EPS 450 n.F.), WP Praxis 7/2017, S. 168 ff.
  • WP-Handbuch 2017: Aufl., IDW Verlag 2017, M 128 ff.

a) Einführung und Inkrafttreten des IDW PS 450 n.F.

  • Der IDW PS 450 (Stand: 01.03.2012) wurde überarbeitet. Der neue IDW PS 450 n.F. (Stand: 15.09.2017) berücksichtigt zahlreiche Neuerungen, insb. für PIE-Prüfer aufgrund des APAReG.
  • Für die Non-PIE-Prüfer gibt es aber auch einige Neuerungen, die im Musterbericht 2018/19 und in den konkreten Prüfungsberichten zu beachten sind. Im Folgenden wird nur auf PIE-Prüfungen
  • Inkrafttreten: Der IDW PS 450 n.F. gilt für die Prüfung von Abschlüssen für Berichtszeiträume, die am oder nach dem 15.12.2017 beginnen, mit der Ausnahme von Rumpf-GJ, die vor dem 31.12.2018 enden (=> i.d.R. GJ 2018); eine frühere Anwendung ist zulässig.

b) Was ist neu im IDW PS 450 n.F.?

  • Für Non-PIE-Prüfungen haben sich folgende Neuerungen ergeben (chronologisch nach Textziffern):
  • Tz. 12: Wiedergabe des BV im PB (=> siehe dazu unten c)).
  • Tz. 15: Der PB ist so abzufassen, dass er von den Adressaten verstanden wird (z.B. mittels graphischer Darstellungen).
  • Tz. 21: Der PB ist wie der BV jetzt immer zu adressieren, d.h. ausdrücklich an das geprüfte Unternehmen zu richten.
  • Tz. 25: Bei der „Deckblatt-Lösung“ müssen best. Angaben im Abschn. „Gegenstand Art und Umfang der Prüfung“ ergänzt werden.
  • Tz. 26: Die „Vorwegstellungnahme“ ist wegen der Aufmerksamkeit der Adressaten an den Beginn des PB zu stellen.
  • Tz. 52a: Hinweis im PB auf die Erklärung zur Unternehmensführung (ob sie im LB gemacht wurde).
  • Tz. 52b: Hinweis im PB auf die nichtfinanzielle Berichterstattung im LB (ob sie vorgelegt wurde).
  • Tz. 52c: Hinweis im PB, dass der dem LB als Anlage beizufügende Entgeltbericht nach § 22 Abs. 4 EntgeltTranspG nicht Gegenstand der Abschlussprüfung ist.
  • Tz. 53: Hinweis im PB, dass die gesetzl. Vertreter u.a. die Verantwortung für die eingerichteten internen Kontrollen (IKS) tragen.
  • Tz. 56: Hinweis im PB, dass die Prüfung sich nicht darauf zu erstrecken hat, „ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann“ (§ 321 Abs. 4a HGB i.d.F. des AReG; ab GJ 2017).
  • Tz. 69a: Darstellung im PB bzgl. den Besonderheiten bei Kleinst-KapGes.
  • Tz. 71: Im Rahmen der Berichterstattung zur Gesetzeskonformität des LB ist gem. § 317 Abs. 2 Satz 1 HGB (nur noch) Folgendes festzustellen: Der LB entspricht in allen wesentl. Belangen den gesetzl. Vorschriften
  • Tz. 77: Im Falle der Versagung des BV oder der Nichtabgabe des Prüfungsurteils im BV sind im PB - anders als bisher - keine weiteren Erläuterungen mehr erforderlich (denn die Versagungsgründe stehen unmittelbar im Versagungsvermerk).
  • Tz. 109, 114, 115, 117: Neuerungen bei div. Formalien zur Unterzeichnung, etc.

c) Auswirkungen des neuen langen BV auf den PB

  • Hier sind drei Auswirkungen festzustellen:
    (1) Aufbau des PB und Einordnung des BV
    (2) Verkürzung der Texte im PB
    (3) Original-BV als Testatsexemplar oder als Anlage im PB
  • Zu (1) Aufbau des PB und Einordnung des BV
    Der PB kann entsprechend den aufgeführten Abschnitten und Bezeichnungen im IDW PS 450 n.F. z.B. wie folgt gegliedert werden:
    • Prüfungsauftrag (oder Deckblatt des PB)
    • Grundsätzliche Feststellungen
    • Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung
    • Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung
    • Feststellungen zum Risikofrüherkennungssystem (ggf.)
    • Feststellungen aus Erweiterungen des Prüfungsauftrags (ggf.)
    • Wiedergabe des Bestätigungsvermerks (NEU)
    • Neu in Tz. 12.: Die Wiedergabe des BV (§ 322 Abs. 7 HGB) kann auch an anderer Stelle, z.B. innerhalb des 2. Berichtsabschnitts „Grundsätzliche Feststellungen“
      oder daran anschließend als 3. Berichtsabschnitt eingefügt werden.
    • Neu in Tz. 12, Fn. 17: Eine derartige Verlagerung des BV kann dabei unterstützen, dass Angaben, die bereits im BV enthalten sind, ggf. nicht nochmals im PB wiederholt werden müssen und in den nachfolgenden Berichtsabschnitten auf diese Angaben verwiesen werden kann.
  • Zu (2) Verkürzung der Texte im PB
    Aufgrund der längeren Ausführungen im BV zur „Verantwortung des APr für die Prüfung des JA und des LB“ sollte es möglich sein, Ausführungen im Abschnitt „Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung“ im PB zu kürzen und stattdessen auf den (im PB wiederzugebenden) Text des BV zu verweisen.
  • Zu (3) Original-BV als Testatsexemplar oder als Anlage im PB
    • Hierzu gibt es den IDW PH 9.450.2 „Zur Wiedergabe des Vermerks über die Abschlussprüfung im Prüfungsbericht“ (Stand: 08.03.2006) => 2
    • Zwei Alternativen werden dort unterschieden:
      1) BV als Testatsexemplar 2) BV als Anlage im PB (hier: Anlage 5)
      - Deckblatt 1. Bilanz 5. BV (Unterschrift, Siegel)
      - BV (Unterschrift, Siegel) 2. GuV 6. Weitere Anlagen (ggf.)
      - Bilanz, GuV, Anhang, LB 3. Anhang 7. AAB
      - AAB (ggf.) 4. LB  
    • Fazit: In der Praxis kommen beide Varianten ungefähr gleich oft vor. Bei der Auswahl sollte neben evtl. Mandantenwünschen auch der unterschiedliche Papierverbrauch (aufgrund des langen BV) berücksichtigt werden.

Wegen Einzelheiten vgl. die Veranstaltungsreihe „WP aktuell 1/2018“ (B. TOP 4); vgl. unten TOP 19.

 

7. Neues aus dem WPK Magazin 2/2018 (Mai 2018)

Wichtige fachliche Themen und Stichworte für Sie herausgestellt:

a) Seite 12: Konkrete Absicht zur Durchführung gesetzl. Abschlussprüfungen als Eintragungsvoraussetzung => dies ist nun regelmäßig alle drei Jahre nachzuweisen

b) Seite 12: Handlungsempfehlung für die Registrierung als PfQK angepasst => PfQK haben der WPK als Nachweis einer Tätigkeit im Bereich gesetzl. Abschlussprüfung eine Bestätigung zu übersenden

c) Seite 12: Qualitätskontrolle und Geldwäschegesetz => Die Prüfung der Pflichten nach dem GwG sind auch Gegenstand der QK (=> vgl. unten TOP 8)

d) Seite 14: Merkblatt und Musterschreiben für die Anzeige der Aufnahme der Tätigkeit als gesetzl. Abschlussprüfer aktualisiert

e) Seite 18: So wählen Sie den Beirat der WPK für die Amtszeit 2018 bis 2022
=> Die 8 Arbeitsschritte der Wahl

f) Seite 19: Bericht über die Arbeit des gemeinsamen Ausschusses des Vorstandes und des Beirates „kleine und mittlere Praxen“ (KMP)

g) Seite 23: Modernisierung des Berufsbildes, z.B. Wiederbestellung als WP oder vom vBP zum WP 

h) Seite 26: WPO Kommentar erscheint in dritter Auflage => Berufsrecht aktuell nach EU-Reform, APAReG, neuer Berufssatzung und Satzung für Qualitätskontrolle, GwG und DSGVO (hrsg. von Ziegler/Gelhausen)

i) Seite 28: Kurzdarstellung der Pflichtenlage nach dem Geldwäschegesetz => vgl. unten TOP 8

j) Seite 28 f.: Schwerpunkte der Abschlussdurchsicht 2018 der WPK => Überprüfung der durch das BilRUG neu eingeführten oder geänderten Regelungen zum Bestätigungsvermerk und zur Rechnungslegung (insb. GuV, Anhang)

k) Seite 29: Inanspruchnahme von Dienstleistungen im Ausland - Auslegungshilfe des IDW => Cloud-Lösungen innerhalb der EU wegen vergleichbaren Datenschutzniveaus möglich

l) Seite 30: BMWi-Kompass zur IT-Verschlüsselung

 

8. WPK: Anforderungen an die WP/StB-Praxen aufgrund des Geldwäschegesetzes

Quellen:

  • WPK: Geldwäschegesetz bringt veränderte Pflichten auch für WP/ vBP, WPK Magazin 3/2017, S. 30 ff.
  • WPK: Geldwäschegesetz (GwG) - Interne Sicherungsmaßnahmen - Anordnung nach § 6 Abs. 9 GwG (Stand: 27.09.2017), WPK Magazin 4/2017, S. 36 ff.
  • WPK: Geldwäschegesetz (GwG) - Bestellung eines Geldwäschebeauftragten - Anordnung nach § 7 Abs. 3 Satz 1 GwG (Stand: 27.09.2017), WPK Magazin 4/2017, S. 38 f.
  • WPK: Hinweisgeberstelle GwG bei der WPK, WPK Magazin 4/2017, S. 41 f.
  • WPK: Auslegungs- und Anwendungshinweise der WPK zum Geldwäschegesetz (beschlossen am 29.01.2018), WPK Magazin 1/2018, S. 25.
  • WPK: Kurzdarstellung: Pflichten für WP/vBP-Praxen nach dem Geldwäschegesetz (Stand: Feb. 2018), WPK Magazin 2/2018, S. 28; abrufbar unter: www.wpk.de/mitglieder/bekaempfung-der-geldwaesche/praxis/#C11377.
  • IDW Praxishinweis 2/2012: Empfehlungen für die Ausgestaltung interner Sicherungsmaßnahmen zur Geldwäscheprävention in der WP-Praxis (Stand: 06.09. 2012 => nicht mehr aktuell) mit:
    (1) Gliederung einer Gefährdungsanalyse
    (2) Erscheinungsformen der Geldwäsche.
  • Drahten/Moelgen: Das neue Geldwäschegesetz, WPg 16.2017, S. 955 ff.
  • Schumm: Das neue Geldwäschegesetz für WP und vBP, WP Praxis 1/2017, 1 ff.

a) Der WP/vBP als „Verpflichteter“ des GwG

  • Am 26.06.2017 ist das Gesetz zur Umsetzung der 4. EU-Geldwäscherichtlinie v. 20.05.2015 (BGBl. 2017 I, S. 1822) in Kraft getreten.
  • Nach dem neuen § 2 Abs. 1 Nr. 12 GwG (bisher § 2 Abs. 1 Nr. 8) sind WP, vBP, StB und Steuerbevollmächtigte sog. „Verpflichtete“, also Normadressaten des Geldwäschegesetzes (= GwG).
  • Daher hat die WPK am 29.01.2018 neue umfangreiche Auslegungs- und Anwendungshinweise hierzu beschlossen (ebenso die BStBK).
  • Kernstück des neuen GwG ist auch die Einführung eines zentralen elektronischen Registers über die wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen („Transparenzregister“ = TR).

b) Kurzdarstellung der WPK der Pflichten für WP/vBP

Da die neuen Anforderungen des GwG an die Berufsangehörigen sehr umfangreich sind, hat die WPK - neben den detaillierten Auslegungs- und Anwendungshinweisen - auch eine Kurzdarstellung (Pflichten für WP/vBP-Praxen nach dem Geldwäschegesetz) herausgebracht, die die Pflichten in drei Praxisgrößen einteilt:

  • Alle Praxen
  • Praxen mit mehr als 10 WP/vBP (einschl. RA, StB)
  • Praxen mit mehr als 30 WP/vBP (einschl. RA, StB)

Hier ist die Gliederung der 11-seitigen Kurzdarstellung mit zwei Erhebungsbögen zur Identifizierung der Vertragspartner (natürl. und jur. Personen/Personengesellschaften), WPK Magazin 2/2018, S. 28:

A. Pflichten für ALLE WP/vBP-Praxen

  1. Dokumentierte Risikoanalyse
  2. Allgemeine Sorgfaltspflichten
    1. Was sind die allgemeinen Sorgfaltspflichten?
      • Identifizierung des Mandanten etc.
      • Klären des Hintergrunds der Geschäftsbeziehung
      • Mandant oder wirtschaftlich Berechtigter ist PEP  (= politisch exponierte Person)
      • Kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung
    2. Durchführung der allgemeinen Sorgfaltspflicht durch Dritte
    3. Zeitpunkt der Erfüllung der allgemeinen Sorgfaltspflichten
    4. Vereinfachte Sorgfaltspflichten
    5. Verstärkte Sorgfaltspflichten
  3. Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten
  4. Pflicht zur Verdachtsmeldung?
  5. Vorkehrungen zur Beantwortung von Auskunftsanfragen der FIU oder anderer zuständiger Behörden

B. (Zusätzliche) Pflichten für Praxen und Gruppen mit mehr als 10 WP/vBP (oder Angehörigen sozietätsfähiger Berufe)
=> Alle internen Sicherungsmaßnahmen

C. (Zusätzliche) Pflichten für Praxen und Gruppen mit mehr als 30 WP/vBP (oder Angehörigen sozietätsfähiger Berufe)
=>  Bestellung eines Geldwäschebeauftragten

Wegen Einzelheiten vgl. die Veranstaltungsreihe „WP aktuell 1/2018“ (A. TOP 4); vgl. unten TOP 19.

 

9. WPK/IDW: Überlegungen zur Einführung eines Syndikus-WP

Quellen:

  • WPK: Öffnung des Berufsbildes: Überlegungen des Vorstandes der WPK zur Einführung eines Syndikus-WP/vBP, WPK Magazin 1/2018, S. 14.
  • IDW: IDW unterstützt die Einführung eines Syndikus-WP, IDW News exklusiv vom 29.03.2018 (mit IDW Schreiben vom 03.04.2018 an die WPK und ein Eckpunktepapier des IDW vom Januar 2017); vgl. IDW Life 05.2018, S. 520.

a) Einführung

Die Einführung eines Syndikus-WP/vBP wird im Berufsstand seit langem diskutiert. Die WPK und das IDW sprechen sich für die Zulassung des Syndikus-WP/vBP und damit für eine dahingehende Änderung der WPO aus. Auch das für die WP‘s zuständige BMWi hat sich dazu bei der WPK-Versammlung am 20.04.2018 in Berlin positiv geäußert.

b) Gründe für eine Neuregelung

  1. Nachwuchsprobleme
  2. Zunehmende Verzichtserklärungen nach Ablauf einer Beurlaubung (z.B. wegen GF-Position in einem Unternehmen)
  3. Die (verwandten) Berufsrechte der RA und der StB lassen eine Tätigkeit als Syndikus bereits zu

c) Die zehn Eckpunkte der WPK für eine Neuregelung

  1. Dem Syndikus-WP ist die Durchführung von betriebswirtschaftlicher Prüfungen (§ 2 Abs. 1 WPO) sowie die Tätigkeit als Gutachter (§ 2 Abs. 3 Nr. 1 WPO) untersagt. Die Innenrevision ist als interne Unterstützungsleistung dagegen zulässig.
  2. Grundsätzlich verboten ist ferner die werbende Tätigkeit für den Arbeitgeber am Markt.
  3. Im Übrigen dürfen WP/vBP ihren Beruf auch als gesetzl. Vertreter, Mitglieder des zur gesetzl. Vertretung berufenen Organs oder als Angestellte anderer als der in § 43a Abs. 1 WPO bereits genannten Arbeitgeber, also insb. gewerbl. Arbeitgeber, ausüben.
  4. Diese Tätigkeit als Syndikus-WP/vBP überwindet das Verbot der gewerbl. Tätigkeit sowie das Verbot der Eingehung außerberuflicher Anstellungsverhältnisse (§ 43a Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 WPO).
  5. Der Syndikus-WP/vBP darf max. 5 % der Anteile an seinem Arbeitgeber halten.
  6. Die Tätigkeit als Syndikus-WP/vBP ist originäre berufliche Tätigkeit (Aufnahme in den Katalog des § 43a Abs. 1 WPO). Deswegen soll auch kein Genehmigungserfordernis, sondern nur eine Anzeigepflicht zum Berufsregister vorgesehen werden (einschl. Angaben zum Arbeitgeber).
  7. Der Syndikus-WP/vBP hat im berufl. Verkehr die Berufsbezeichnung mit dem Zusatz „Syndikus“ zu führen.
  8. Andere originäre Tätigkeiten, insb. in eigener Praxis oder WPG/BPG, sind neben der Tätigkeit als Syndikus zulässig, aber nicht erforderlich.
  9. Wird neben der Tätigkeit als Syndikus-WP/vBP der Beruf noch anderweitig ausgeübt, besteht in diesem Rahmen ein Tätigkeitsverbot gegenüber dem Arbeitgeber (analog wie für den Syndikus-StB nach § 58 Satz 2 Nr. 5a StBerG). Mandanten sind auf die Tätigkeit als Syndikus hinzuweisen.
  10. Der Syndikus-WP/vBP ist als solcher Pflichtmitglied der WPK, er unterliegt auch den allg. Berufspflichten und der Berufsaufsicht der WPK.

d) Das Eckpunktepapier des IDW (Januar 2017)

In dem Papier wird auf folgende Punkte eingegangen:

  1. Ausgangslage
  2. Mögliche Ausgestaltungen einer berufsrechtl. Erweiterung
    1. Tätigkeitsspektrum
    2. Status eines Syndikus-WP: Berufsbezeichnung, Praxis, Fortbildung, Aufsicht
    3. Etwaige Rückkehr in die freiberufliche Praxis
  3. Regelungsvorschlag
 

10. KfQK: Tätigkeitsbericht für das Jahr 2017 und Hinweis zur Dokumentation von Prüfungsfeststellungen

Quelle: Tätigkeitsbericht der KfQK für 2017 vom 06.03.2018; www.wpk.de/qk.

Die Kommission für Qualitätskontrolle (KfQK) berichtet jährlich über ihre Tätigkeit. Der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2017 wurde am 06.03.2017 verabschiedet und von der APAS mit Schreiben vom 09.04.2018 gebilligt. Hier die wesentlichen Inhalte:

a) Stand des QK-Verfahrens (31.12.2017)

  • Von insg. 12.236 WP-Praxen (VJ: 12.485) waren 3.417 Praxen (VJ: 3.699) zur Durchführung gesetzl. Abschlussprüfungen befugt (Þ 27,9 %; VJ: 29,6)
  • In den befugten Praxen sind 70 % der WP und 19 % der vBP tätig (62 % der WP/vBP)

b) Ergebnisse der Auswertungen von QK-Berichten

  • In 2017 sind 851 QK-Berichte eingegangen
  • Die KfQK wertete in 2017 insgesamt 589 Berichte aus (davon 215 Praxen mit Mängeln, das sind 36,5 %)
  • Diese Mängel betreffen die Auftragsabwicklung (bei 158 Praxen), die Praxisorganisation (bei 81 Praxen) und die Nachschau (bei 82 Praxen)
  • Auftragsabwicklung: Die Mängel betreffen hier insb.:
    • 54 % bei der Nichteinhaltung gesetzl. Vorschriften
      (§§ 321, 322 HGB; § 51b WPO)
    • 17 % bei der Dokumentation der Auftragsabwicklung
    • 17 % bei der auftragsbezogenen Qualitätssicherung (Berichtskritik)
  • Praxisorganisation: Hier sind insb. Regelungen zur Auftragsannahme und zur Prüfung von Ausschlussgründen bei Schnittstellen zu anderen berufl. Einheiten am häufigsten betroffen
  • Nachschau: Hier geht es um fehlende Regelungen für eine anlassbezogene Nachschau, den Nachschauturnus und die sog. Selbstvergewisserung

c) Maßnahmen zur Beseitigung von Mängeln des QSS

  • Bei 44 Praxen (7,5 % der 589 QK-Berichte; VJ: 18 %) wurden Maßnahmen zur Mängelbeseitigung beschlossen
    • 25 mal Auflage
    • 13 mal Auflage mit Sonderprüfung
    • 4 mal Sonderprüfung
  • Die KfQK beschloss nach zwei QK die Löschung der Eintragung als APr aus dem Berufsregister (Grund: unwirksames QSS)

d) Anordnung von QK

  • Die KfQK fertigt für jede WP/vBP-Praxis eine individuelle Risikoanalyse an, i.d.R. bei Abschluss der Auswertung des QK-Berichts oder nach Aufnahme der Tätigkeit als gesetzl. APr
  • 138 QK wurden nach der Aufnahme der Tätigkeit angeordnet
  • Bei 61 Existenzgründern
    • QK nach 3 J. (bei 1 bis 7 Abschlussprüfungen)
    • QK bereits nach 2 J. (bei 8 und mehr Abschlussprüfungen)

e) Verfahren der Prüferauswahl

  • In 2017 gab es insgesamt 854 Prüfervorschläge, davon wurden 18 Vorschläge beraten wegen evtl. Besorgnis der Befangenheit, davon wurden 4 Vorschläge abgelehnt (die jedoch nur 2 PfQK betrafen)

f) Registrierung von PfQK

  • 12.2017: 2.381 (VJ: 2.494) PfQK
  • In 2016/17 haben nur 260 PfQK eine QK durchgeführt und nur 20 PfQK hatten in 2016/17 mehr als 10 QK-Fälle abgewickelt

g) Teilnahme der KfQK an QK und Aufsicht der KfQK über PfQK

  • Die KfQK hat an 12 QK teilgenommen (i.d.R. Schlussbesprechung; 1 mal bei Eröffnungsgespräch)
  • Die KfQK hat 7 Aufsichten bei PfQK mit vielen QK durchgeführt (2 Mitglieder der KfQK zzgl. Mitarbeiter der WPK; i.d.R. zwei Arbeitstage)

Hinweis der KfQK zur Dokumentation und Würdigung von Prüfungsfeststellungen während der Prüfung von Aufträgen in einer QK (Stand: 28.05.2018)

Die KfQK empfiehlt sämtliche Feststellungen in einem Arbeitspapier zu sammeln. Dieses bildet die Brücke zwischen dem jeweiligen QK-Bericht und den Arbeitspapieren und erleichtert dem PfQK „auf einen Blick“ auch die Würdigung der Feststellungen als Mangel oder Einzelfeststellung (von erheblicher bzw. nicht erheblicher Bedeutung). Die berichtspflichtigen Feststellungen (Mängel des QSS und Einzelfeststellungen von erheblicher Bedeutung) sind im QK-Bericht darzustellen.

Dieses Arbeitspapier ermöglicht dem PfQK auch, seine Feststellungen und seine Würdigung der KfQK als sachverständigem Dritten im Rahmen der Aufsicht über PfQK darzulegen. Dazu gibt es auch eine Arbeitshilfe (Excel).

 

11. IDW Verlautbarungen in IDW Life 04.2018 bis 06.2018

a) IDW Life 04.2018

  • IDW EPS 840 n.F.: Prüfung von Finanzanlagenvermittlern i.S.d. § 34f Abs. 1 Satz 1 GewO nach § 24 Abs. 1 Satz 1 FinVermV (Stand: 09.03.2018), IDW Life 04.2018, S. 483 ff.

b) IDW Life 05.2018

  • IDW RS HFA 50: IFRS-Modulverlautbarung, Modellentwürfe IFRS 3-M1 und M2 (Stand: 02.03.2018), IDW Life 05.2018, S. 539 ff.
  • IDW PH 9.970.33: Besonderheiten der Prüfung nach § 30 Abs. 1 Nr. 9 KWKG der Abrechnungen eines Netzbetreibers für das Kalenderjahr 2017 (Stand: 19.03.2018), IDW Life 05.2018, S. 557 ff.
  • HFA: Ausgewählte Aspekte und Einzelfragen zur Entgeltberichterstattung nach §§ 21f. und 25 EntgTranspG, IDW Life 05.2018, S. 569 f.

c) IDW Life 06.2018

  • IDW PS 860: IT-Prüfung außerhalb der Abschlussprüfung, IDW Life 06.2018 (Stand 02.03.2018), S. 607 ff.; ferner dazu S. 587.
  • HFA: Ergänzende Prüfung des nichtfinanziellen Berichts gemäß § 317 Abs. 2 Satz 5 Halbsatz 2 HGB, IDW Life 06.2016, S. 635.
 

12. IDW: Die unmittelbare Anwendung der ISA in Deutschland beginnt wohl im Jahr 2020

Quelle: Gewehr/Moser: Zur künftigen Anwendung der ISA in Deutschland, WPg 04.2018, S. 193 ff.

Die gesetzl. Abschlussprüfungen werden derzeit bereits unter mittelbarer Anwendung der ISA durchgeführt, da deren Anforderungen in den IDW Prüfungsstandards berücksichtigt sind (sog. „Transformationsmodell“).

Künftig werden die ISA grundsätzlich nicht mehr in IDW Prüfungsstandards transformiert, sondern sie werden transparent - unter Berücksichtigung abweichender oder ergänzender gesetzl. Vorschriften - in das Modell der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung (GoA) integriert (sog. „Integrationsmodell“).

Es kommt somit demnächst zu einem Modellwechsel vom „Transformationsmodell“ zum „Integrationsmodell“. Die ISA werden auf deutsch übersetzt und die spezifischen gesetzl. Regelungen in Deutschland werden berücksichtigt, indem sog. „D-Textziffern“ an den entspr. Stellen eingefügt werden. Dabei kann es sich um zusätzliche gesetzl. Anforderungen („Add-ons“) handeln oder bestehende Anforderungen der ISA, denen in Deutschland nicht entsprochen werden darf, die dann als nicht anwendbar erklärt werden („Carve-outs“). Diese Besonderheiten werden in einem laufend aktualisierten sog. „Omnibus-Standard“ gesammelt und mit den Standardentwürfen zu den ISA (DE) veröffentlicht.

Der Zeitplan für die ISA-Integration sieht wie folgt aus:

Q 1/2018
  • Entwicklung der „Add-ons“ und „Carve-Outs“
  • ISA 720 (rev.) (E-DE)
Q 3/2018
  • Verabschiedung des Entwurfs ISA (Entwurf-DE) durch
    den HFA
  • Freiw. Anwendung auf Prüfungen von Abschlüssen des GJ 2017
Q 4/2018
  • Verabschiedung des finalen ISA (DE) durch den HFA
2019
  • Freiw. Anwendung auf Prüfungen von Abschlüssen des GJ 2018
ab 2020
  • Pflicht zur Anwendung der „neuen“ GoA für Prüfungen von Abschlüssen des GJ 2019
  • Aufhebung der abzulösenden IDW PS

Wegen weiterer Einzelheiten verweisen wir auf die Veranstaltungsreihe „WP aktuell 2/2018“, A. TOP 3; vgl. unten TOP 19.

 

13. IDW: Digitaler Prüfungsbericht und Bestätigungsvermerk - Datum der Signatur?

Quelle: IDW Arbeitsgruppe „Digitaler Prüfungsbericht und Bestätigungsvermerk“: Fragen und Antworten (Stand: 02.05.2018); IDW Life 06.2018, S. 586 f.

  • Die Erstellung von originär digitalen Bestätigungsvermerken und Prüfungsberichten in Dateiform (als PDF-Datei) - einschl. der Verwendung von elektron. Berufssiegeln (§ 20 BS WP/vBP) - ist jetzt zulässig. Dies wirft eine Reihe von Fragen auf. Diese entstehen dadurch, dass ausschließlich Dateien erzeugt werden, folglich keine handschriftlich unterzeichneten Papierexemplare mehr existieren und es durch den Einsatz von qualifizierten elektron. Signaturen technologiebedingt zwingend zu einer Dokumentation des Zeitpunkts der elektron. Unterzeichnung des BV und des PB kommt.
  • Vor diesem Hintergrund hat sich die IDW Arbeitsgruppe „Digitaler Prüfungsbericht und Bestätigungsvermerk“ mit folgenden Auslegungsfragen auseinandergesetzt:
  • Frage 1: Kann das Datum der (elektron.) Signierung des BV von dem Datum des BV und damit von dem Zeitpunkt des Endes der materiellen Prüfung abweichen?
    • Ja. Eine Datumsgleichheit der Unterzeichnung (= Datum der elektron. Signatur) und dem Datum des BV ist gesetzlich nicht gefordert. So kann es aufgrund noch notwendiger Fertigstellungsarbeiten des elektron. PB und des elektron. BV zu Abweichungen zwischen dem Datum der Signatur des BV bzw. des PB und des BV kommen.
  • Frage 2: Ich habe als Abschlussprüfer zum Datum X die materielle Prüfung beendet. Aufgrund noch notwendig gewordenen Fertigstellungsarbeiten konnte die PDF-Datei des BV erst drei Tage später von mir signiert werden. Verlängert sich dadurch das Datum des Endes der materiellen Prüfungshandlungen?
    • Nein. Die materielle Prüfung wurde zum Datum X beendet. Durch die nachgelagerte Signatur der PDF-Datei verlängert sich nicht das Ende der materiellen Prüfungshandlungen. I.d.R. fallen diese Daten aber zusammen.
  • Frage 3: Wenn aus der signierten PDF-Datei des BV ersichtlich wird, dass das Datum des Endes der materiellen Prüfung und das Datum der Signatur des BV abweichen, welches Datum ist dann für die Adressaten relevant?
    • (a) Maßgeblicher Zeitpunkt für das Datum des BV ist das Ende der materiellen Prüfungshandlungen, das in der PDF-Datei drucktechnisch anzugeben ist (vgl. IDW PS 400 n.F., Tz. 74). Nach dem Datum des BV gelten die verringerten Prüfungspflichten nach IDW PS 203 n.F., Tz. 17ff.
    • (b) Das Datum der Unterzeichnung hat dagegen zivilrechtliche Bedeutung und markiert den Zeitpunkt, ab dem der BV als solcher rechtlich existent ist.
  • Frage 4: Ist es zulässig, dass die Signatur des elektronischen PB erst nach dem Datum der Signatur des elektronischen BV erfolgt?
    • In Ausnahmen ja, im Grundsatz gilt aber: Die Angaben, unter denen die Unterzeichnung des PB zu erfolgen hat, nämlich Ort und Datum, müssen mit jenen unter dem BV übereinstimmen (IDW PS 450, Tz. 116: „grundsätzlich“).
 

14. Haben Sie Ihre Auftragsdatei (§ 51c WPO) stets auf dem aktuellen Stand?

Quellen: Bruckner, Auftragsdatei und Siegelliste - bitte nicht verwechseln, WPK Magazin 4/2016, S. 25 f.; IDW Praxishandbauch 2017/2018, 11. Aufl., Arbeitshilfe A-4.7.(3).

Mit dem APAReG (in Kraft seit 17.06.2016) wurde auch die WPO und die BS WP/vBP geändert. Hierbei wurde die „Auftragsdatei“ neu eingeführt und wie folgt geregelt:

a) § 51c WPO: Auftragsdatei

Berufsangehörige müssen für gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfungen nach § 316 HGB eine Auftragsdatei führen, die für jeden ihrer Auftraggeber folgende Angaben enthält:

  1. Name, Anschrift und Ort,
  2. bei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften die Namen der jeweils verantwortlichen Prüfungspartner und
  3. für jedes Geschäftsjahr die für die Abschlussprüfung und für andere Leistungen in Rechnung gestellten Honorare.

b) § 45 BS WP/vBP: Auftragsdatei

  1. Die Auftragsdatei nach § 51c WPO ist spätestens mit Annahme des Prüfungsvertrags anzulegen.
  2. Die Auftragsdatei kann elektronisch geführt werden

51c WPO normiert eine (neue) Berufspflicht zur Führung einer Auftragsdatei über Auftraggeber, bei denen eine gesetzliche Abschlussprüfung nach § 316 HGB durchgeführt wird. Die Datei muss zu jedem Mandanten die vorgegebenen Informationen enthalten. Sie kann elektronisch oder auch in Papierform etwa in der Handakte abgelegt oder an einem separaten Ort aufbewahrt werden.

c) Auftragsdatei darf nicht mit der Siegelliste verwechselt werden

Vgl. dazu den Aufsatz von Bruckner (s.o.)

  • Von der Auftragsdatei zu unterscheiden ist die (bisherige) „Siegelliste“, die dem PfQK für die Planung einer QK zur Verfügung gestellt wurde (diese Liste ist nicht mehr nötig, da Siegelaufträge nicht mehr die Grundgesamtheit darstellen).
  • WP‘s können hierzu bestehende EDV-Systeme (z.B. DATEV) so nutzen, dass die Auftragsdatei hieraus generiert wird.
  • Ansonsten müssten für die Auftragsdatei die nötigen Datensätze ein weiteres Mal erfasst werden.

d) IDW Praxishandbuch 2017 / 2018 (11. Aufl.)

Die Arbeitshilfe A-4.7.(3) „Auftragsdatei“ hat folgende 15 Spalten:

  • Nr.
  • Mandanten-Nr.
  • Mandant (Name, Anschrift, Ort und Rechtsform)
  • Unternehmen von öffentlichem Interesse?
  • Branche
  • Engagement-Nr.
  • Auftragsart
  • Geschäftsjahr / Stichtag
  • Grundgesamtheit der QK
  • Risikoreicher Auftrag (Risikoklasse)?
  • Erstprüfung?
  • Verantwortliche Prüfungspartner / Unterzeichner
  • Datum der Berichterstattung
  • abgerechnete Std.
  • in Rechnung gestelltes Honorar
 

15. Was gibt es für Neuerungen vom DRSC?

a) DRÄS 8 ändert den DRS 20 („Konzernlagebericht“)

  • Inkrafttreten am 04.12.2017 => gilt für GJ 2017
    • Im BAnz. vom 04.12.2017 ist der Deutsche Rechnungslegungs Änderungsstandard Nr. 8 (= DRÄS 8) durch das BMJ gem. § 342 Abs. 2 HGB bekannt gemacht geworden => damit gilt die GoB-Vermutung
    • Mit DRÄS 8 (vom 22.09.2017) wird vorrangig DRS 20 („Konzernlagebericht“) an die geänderten gesetzl. Anforderungen aufgrund des CSR-RLUG angepasst, sowie redakt. Anpassungen (z.B. Verschiebung von § 315a HGB a.F. zu § 315e HGB n.F.)
    • Die neuen Vorschriften sind erstmals zu beachten für das nach dem 31.12.2016 beginnende GJ (=> d.R. GJ 2017)
  • Materielle Änderungen von DRS 20 ergeben sich in folgenden zwei Abschnitten:
    • „Konzernerklärung zur Unternehmensführung“ bzgl. der Erweiterung um das Diversitätskonzept (DRS 20.K 231d bis K231l) und
    • „Nichtfinanzielle Konzernerklärung“ (DRS 20.232 bis 305)
  • Sachliche Anwendung => Wer muss den DRS 20 beachten?
  Konzern-Lagebericht (= KLB) Einzel-Lagebericht (= LB)
DRSC DRS 20.1: Konkretisiert die
Anforderungen an den KLB
DRS 20.2: Entsprechende Anwendung auf den LB wird empfohlen
IDW

IDW PS 350 n.F., Tz. 5:

GoB werden vermutet (§ 342 Abs. 2 HGB)

IDW PS 350 n.F., Tz. 5 und A2:

  • Werden gesetzl. Anforderungen an den LB durch DRS 20 konkretisiert und handelt es sich dabei um Auslegungen der allg. gesetzl. Grundsätze zur Lageberichterstattung, haben diese auch Bedeutung für den LB
  • Gelangt der APr zu dem Urteil, dass solche Auslegungen nicht beachtet worden sind, muss er beurteilen, ob sich daraus Konsequenzen für die Berichterstattung bis hin zum BV ergeben (vgl. IDW PS 201, Tz. 12)
Fazit DRS 20 hat Bindungswirkung für den KLB (eingeschränkte Verbindlichkeit) DRS 20 hat Ausstrahlungswirkung für den LB (wie fundierte Literaturmeinung)

b) DRS 25 zur Währungsumrechnung im Konzernabschluss

  • Verabschiedet am 08.02.2018; pwc, HGB direkt, Ausg. 4 (Feb. 2018)
  • Im BAnz. am 03.05.2018 gem. § 342 Abs. 2 HGB bekannt gemacht und damit in Kraft getreten (=> GoB-Vermutung)
  • DRS 25 konkretisiert die Grundsätze zur Fremdwährungsumrechnung nach § 308a HGB sowie zur Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung in HB II und im JA
  • Erstmalige Anwendung für GJ 2019; frühere vollumfängliche Anwendung wird empfohlen

c) E-DRS 34 zu assoziierten Unternehmen

  • Veröffentlicht am 12.02.2018; pwc, HGB direkt, Ausg. 5 (Feb. 2018)
  • E-DRS 34 konkretisiert die Vorschriften zur Behandlung assoziierter Unternehmen gem. §§ 311, 312 HGB
  • Wird künftig DRS 8 (Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss) ersetzen

d) E-DRS 35 zur anteilmäßigen Konsolidierung

  • Veröffentlicht am 12.02.2018; pwc, HGB direkt, Ausg. 6. (Feb. 2018)
  • Wird künftig DRS 9 (Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss) ersetzen

Wegen Einzelheiten vgl. die Veranstaltungsreihen „WP aktuell 1/2018“ (B. TOP 2) und „WP aktuell 2/2018“ (A. TOP 1); vgl. unten TOP 19.

 

16. BFH: Kann bei Ehegatten mit Minijob ein Dienstwagen steuerlich berück-sichtigt werden?

Quellen: BFH: Beschluss vom 21.12.2017 (III B 27/17); tax-news vom 28.03.2018.

a) Die Entscheidung des FG Köln vom 27.09.2017

Das FG Köln hat mit einer Pressemitteilung vom 15.03.2018 eine Entscheidung zur Überlassung eines Dienstwagens an die Ehefrau des Unternehmers veröffentlicht, die bei ihrem Ehemann einen Minijob ausübt.

Das FG kam in seiner Entscheidung (117 RZ vom 27.09.2017, 3 K 2547/16) zu dem Ergebnis, dass die Überlassung eines Dienstwagens auch im Rahmen eines Minijobs steuerlich zu berücksichtigen sei. Das FG hat in seiner Entscheidung die Revision zugelassen. Die Revision ist nun beim BFH anhängig (Az: XR 44/17).

b) Der Beschluss des BFH vom 21.12.2017

Bei der Beratung von Mandanten ist Vorsicht geboten, denn es ist der o.g. Beschluss des BFH vom 21.12.2017 zu beachten. Darin hat der BFH bereits ausgeführt, dass ein Arbeitgeber einem familienfremden geringfügig Beschäftigten regelmäßig kein Fahrzeug überlassen würde.

Der BFH begründet seine Rechtsauffassung damit, dass der Arbeitnehmer durch eine umfangreiche Privatnutzung des PKW die Vergütung für die Arbeitsleistung in erhebliche - für den Arbeitgeber unkalkulierbare - Höhen steigern könnte.

 

17. FARR•NIEMANN•QSS online (Version 2018)

a) Das FARR·NIEMANN·QSS

Unter www.farr-niemann-qss.de können Sie sich informieren über die Fachhandbücher des QSS (Version 2018), derzeit 6 Module mit ca. 1.400 Dokumenten:

Nr. Fachhandbücher / Module Version Aktualisierungsstand
1 Organisationshandbuch OHB,
V 12.0
BilRUG, AReG, APAReG, IDW QS 1
2 Jahresabschlussprüfung JAP,
V 12.0
BilRUG, AReG und APAReG
3 Konzernabschlussprüfung KAP,
V 10.0
BilRUG, AReG und APAReG
4 Jahresabschlusserstellung JAE,
V 10.0
BilRUG und IDW S 7
5 Makler- und Bauträgerverordnung-
Prüfung
MaBV,
V 9.0
Neue MaBV und IDW PS 830 n.F.
6 Finanzanlagenvermittlungsverordnung FinVermV,
V 4.0
FinVermV und IDW PS 840

PS: Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich bitte bei:

  1. Allg. und techn. Fragen an Herrn Bergamasco (Tel.: 089 / 38189965)
  2. Fachliche Fragen an Herrn Dr. Farr (Mobil: 0172 - 3035448).

c) FARR·NIEMANN·QSS online (=> www.qssonline.de)

Das FANI·QSS online bietet für die Prüfungstätigkeiten des WP praxisnahe, sofort anwendbare Lösungen, die online über Ihren Webbrowser abgerufen werden können. Die Vorteile sind:

  1. Umfangreich und flexibel anpassbar: Passen Sie Ihr QSS individuell an Ihre Bedürfnisse an. Jedes der Fachhandbücher kann individuell freigeschaltet werden. Testen Sie das FANI·QSS mit einem 30-tägigen Online-Zugang.
  2. Plattformübergreifend überall verfügbar und jederzeit einsatzbereit: Arbeiten an Ihrem persönlichen Internet-Zugang (zuhause, im Büro, beim Mandant).
  3. Praxiserprobte Arbeitspapiere: Profitieren Sie von der langjährigen berufsständischen Erfahrung. Das FANI·QSS bietet Ihnen Zugang zu praxiserprobten Checklisten, Formularen sowie Musterbriefen und -berichten.
  4. Jährliche Online-Aktualisierung der Fachhandbücher: Sie verpassen keine wichtigen gesetzlichen oder berufsständischen Änderungen (z. B. BilRUG, AReG, APAReG, WPO, BS WP/vBP, IDW-Standards, IDW QS 1).
  5. Minimaler Installations- und Pflegeaufwand: Es wird nur ein internetfähiger Client-Rechner mit aktuellem Webbrowser benötigt.
  6. Günstige Monatspreise: Die Fachhandbücher liegen bei einem Monatspreis von netto zwischen 30 € und 60 € (bis 3 Nutzer; Mindestlaufzeit von 12 Monaten).
 

18. Neue FARR®-Prüferchecklisten (Stand der 18 Checklisten)

In der vom IDW Verlag herausgegebenen Reihe der FARR®-Prüferchecklisten sind derzeit 18 Checklisten mit folgendem Stand erhältlich (Nr. 12 ist ausgelaufen):

Nr. Kurztitel Stand per 01.07.2018 bereits eingearbeitete IDW Standards Änderungsbedarf aufgrund Gesetz, IDW Standards Neuauflage geplant für
1 Anhang allg. 01.10.2017   Keiner  
2 Konzernanhang 01.11.2016   CSR-RLUG (19.04.2017) Herbst 2018?
3 Inventur allg. 01.11.2013  IDW PS 301 (24.11.2010) Keiner  
4 Lagebericht 01.11.2016 IDW EPS 350 n.F. (13.01.2016 IDW PS 350 n.F. (12.12. 2017), DRS 20 n.F., EntgTranspG, CSR-RLUG Sommer / Herbst 2018
5 Anhang kleine GmbH 01.10.2017    Keiner  
6 Inventur Warenlager 01.11.2013  IDW PS 301 (24.11.2010) Keiner  
7 Anhang GmbH & Co KG 01.10.2017   Keiner  
8 Anhang GmbH 01.10.2017   Keiner  
9 Anhang AG 01.10.2017   Keiner  
10 Prüfungsbericht 01.05.2017 IDW EPS 450 n.F. (14.12.2016) IDW PS 450 n.F. (15.09. 2017)  
11 Erstellungsbericht 01.07.2010  IDW S7 (27.11.2009) Keiner  
13 FinVermV 01.10.2015  IDW PS 840 (05.03.2015) IDW EPS 840 n.F. (09.03.2018) Herbst 2018
14 MaBV 01.10.2015  IDW PS 830 (11.06.2011) IDW EPS 830 n.F. (19.01.2018) Herbst 2018 
15 Prüferische Durchsicht 01.07.2014  IDW PS 900 (01.10.2002)   Keiner  
16 Anhang IFRS (mit Prof. v. Keitz) 01.04.2016    Regelmäßig alle 2 Jahre Herbst 2018?
17 Konzern-PB 01.05.2017 IDW EPS 450 n.F. (14.12. 2016) IDW PS 450 n.F. (15.09. 2017)  
18 IT-Prüfung (mit Hr. Krüger) 01.05.2017   Neue IDW Standards  
19 Rückstellungen 01.07.2010    Keiner  
 

19. Die Veranstaltungsreihe „WP aktuell 1/2018“ läuft noch bis zum 27.07.2018. „WP aktuell 2/2018“ läuft vom 16.10. bis zum 20.12.2018 (in Zusammenarbeit mit der IDW Akademie) - Hier die geplanten Themen und Termine

Seminarreihe „WP aktuell“ => Bitte rechtzeitig anmelden, da die Seminare teilweise schnell ausgebucht sind!

Veranstalter ist die IDW Akademie GmbH. Referent ist Herr Dr. Farr. Bitte melden sie sich hierzu bei der IDW Akademie GmbH online an (=> www.idw-akademie.de => Veranstaltungen, dann ganz unten „WP aktuell“, Serie 1 bzw. Serie 2).

Der Seminarpreis (inkl. Mittagessen, 2 Kaffeepausen, Getränken und umfangreichen Seminarunterlagen) beträgt:

  • Für IDW-Mitglieder: 330,00 € zzgl. USt
  • Für Nichtmitglieder: 560,00 € zzgl. USt

a) Die restlichen Termine im Juni/Juli 2018 für „WP aktuell 1/2018“ sind
(NEU: jeweils 09:15 bis ca. 17:00 Uhr):

28.06.2018 Stuttgart Nr. 1 12.07.2018 Münster
29.06.2018 Karlsruhe 17.07.2018 Stuttgart Nr. 2
03.07.2018 Düsseldorf Nr. 2 18.07.2018 Freiburg
04.07.2018 Bielefeld 19.07.2018 Mannheim
10.07.2018 Köln Nr. 2 25.07.2018 München Nr. 2
11.07.2018 Dortmund 27.07.2018 Augsburg

b) Die Themen für „WP aktuell 1/2018“ sind:

A. Schwerpunktthemen (insb. IDW Verlautbarungen)

  1. Hinweispflichten des StB auf drohende Insolvenz (BGH v. 26.01.2017)
  2. Beurteilung der Unternehmensfortführung (IDW EPS 270 n.F.; IDW RS HFA 17)
  3. Sanierungskonzepte für den Mittelstand (IDW ES 6 n.F.)
  4. Neue Vorgaben für WP aus Geldwäschegesetz und Transparenzregister
  5. Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung und der Datenschutzbeauftragte

B. Neues aus dem Berufsstand (WPK, IDW)

  1. Neues von der WPK (WPK Magazin 4/2017 und 1/2018) und der Bestätigungsvermerk-Generator
  2. Neues vom IDW (IDW Life 10/2017 bis 04/2018) und der neue IDW PS 350 n.F.
  3. Der endgültige neue Bestätigungsvermerk (IDW PS 400er-Reihe vom 30.11.2017)
  4. Der neue Prüfungsbericht (IDW PS 450 n.F.; IDW PS 470 n.F.)

C. Praxistipps (Arbeitshilfen)

  1. Die „kleine“ jährliche Nachschau (§ 55b Abs. 3 WPO) - Unterschiede zur umfassenden Nachschau

D. Schlussbemerkung und Ausblick

c)  Die 30 Termine für „WP aktuell 2/2018“ sind
(NEU: jeweils 09:15 bis ca. 17:00 Uhr):

16.10.2018 Hannover 20.11.2018 Köln Nr. 1
17.10.2018 Kassel 21.11.2018 Essen
18.10.2018 Frankfurt Nr. 1 22.11.2018 Münster
23.10.2018 Hamburg Nr. 1 23.11.2018 Bielefeld
24.10.2018 Kiel 27.11.2018 Frankfurt Nr. 2
25.10.2018 Bremen 28.11.2018 Karlsruhe
30.10.2018 Düsseldorf Nr. 1 29.11.2018 Stuttgart Nr. 1
31.10.2018 Dortmund 04.12.2018 Köln Nr. 2
01.11.2018 Osnabrück 05.12.2018 Koblenz
02.11.2018 Hamburg Nr. 2 06.12.2018 Düsseldorf Nr. 2
06.11.2018 München Nr. 1 11.12.2018 Stuttgart Nr. 2
07.11.2018 Würzburg 12.12.2018 Freiburg
08.11.2018 Nürnberg 13.12.2018 Mannheim
09.11.2018 Leipzig 18.12.2018 München Nr. 2
12.11.2018 Berlin 20.12.2018 Augsburg

b) Die geplanten Themen für „WP aktuell 2/2018“ sind (Änderungen vorbehalten):

A. Schwerpunktthemen (insb. IDW Verlautbarungen)

  1. Die Aufstellung des Lageberichts (neue Vorschriften, DRS 20 n.F., Systeme zur Aufstellung)
  2. Die Prüfung des Lageberichts (IDW PS 350 n.F.)
  3. Der Übergang auf die unmittelbare Anwendung der ISA und der ISA 720 (Rev.) (E-DE)
  4. Ergebnisverwendung und Ausschüttungssperre im handelsrechtlichen Jahresabschluss

B. Neues aus dem Berufsstand (WPK, IDW)

  1. Neues von der WPK (WPK Magazin 2/2018 und 3/2018)
  2. Neues vom IDW (IDW Life 05/2018 bis 09/2018)
  3. Auslagerung wichtiger Prüfungstätigkeiten (§ 62 BS WP/vBP)
  4. Verschwiegenheitspflicht des WP und neues Geheimnisschutzrecht (§§ 50, 50a WPO)

C. Praxistipps (Arbeitshilfen)

  1. Tax Compliance Management System (IDW Praxishinweis 1/2016)
  2. Neuerungen bei MaBV-Prüfungen und Prüfungen von Finanzanlagenvermittlern
    (IDW EPS 830 n.F., 840 n.F.)
  3. Die richtige Unterzeichnung und Datierung von JA, LB, VE, PB und BV
  4. Digitalisierung des Prüfungsberichts und Bestätigungsvermerks - Datum der Signatur?

D. Schlussbemerkung und Ausblick

 

20. FARR-Fortbildungsveranstaltungen: Prüfer für Qualitätskontrolle, Konzernrechnungslegung, IKS-Prüfung, IT-Prüfung

Die FARR Wirtschaftsprüfung GmbH hat für 2018 / 2019 folgende Seminarveranstaltungen für Sie und Ihre Mitarbeiter konzipiert. Vgl. unseren Fortbildungsüberblick 2018 / 2019 in Anlage 1 und das Anmelde-Faxblatt in Anlage 2 dieses Newsletters.

(1) Spezialfortbildung für Prüfer für Qualitätskontrolle bzw. Ausbildung als
Voraussetzung zur Registrierung als PfQK
 (=> siehe auch oben TOP 2)

Referent: WP / StB Dr. Wolf-Michael Farr (reg. Prüfer für Qualitätskontrolle)

a) Regelmäßige Update-Veranstaltungen (mit umfangreicher Fallstudie)

Eintages-Seminar mit folgenden Themen:

  • Das System der QK - Neuerungen bei den rechtlichen Vorschriften (APAReG: WPO, BS WP/vBP, SaQK sowie Hinweise der KfQK und der WPK)
  • Neuerungen beim QSS (WPO, BS WP/vBP, SaQK, IDW QS 1)
  • Prüfung der Vollständigkeit der Grundgesamtheit
  • Neuerungen bei der Durchführung der QK (IDW PS 140)
  • Der Qualitätskontrollbericht (insb. Hinweis der KfQK vom 17.07.2017)
  • Fallstudie zu den 10 Prozessschritten der QK (Þ anhand neuer Arbeitshilfen)
Termin Ort Kurs Anmeldung bis
18.09.18 Hamburg 583 17.08.18
26.09.18 Frankfurt (am Hbf) 582 18.09.18
  (2. Tag von Kurs 579)    
30.11.18 München (am Hbf) 584 23.11.18 (verlegt)
07.12.18 Berlin 586 31.08.18
25.01.19 Düsseldorf 585 14.12.18 (verlegt)
03.04.19 Frankfurt-Flughafen 607  20.02.19
04.04.19 München (am Hbf) 608 07.03.19
05.04.19 Hamburg 609 08.03.19
29.04.19 Köln (am Hbf) 610 18.03.19
25.09.19 Düsseldorf 611 28.08.19
18.10.19 München (am Hbf) 612 18.09.19
22.11.19 Frankfurt-Flughafen 614 11.10.19
06.12.19 Hamburg 613 08.11.19

b) Zweitägige Ausbildungsveranstaltung (mit 4 Workshops)

25./26.09.18 Frankfurt (am Hbf) 579 18.09.18

1. Tag:

  1. Das System der Qualitätskontrolle (inkl. der Neuerungen aus APAReG: WPO, BS WP/vBP, SaQK sowie IDW QS 1)
  2. Die Anforderungen an den Prüfer für Qualitätskontrolle
  3. Das Qualitätssicherungssystem der Praxis als Prüfungsgegenstand der Qualitätskontrolle (§ 55b WPO; IDW QS 1; Besonderheiten bei Kleinpraxen)

2. Tag:

  1. Die Durchführung der Qualitätskontrolle und Berichterstattung über die durchgeführte QK
    • Prüfung der Vollständigkeit der Grundgesamtheit
    • Der Qualitätskontrollbericht (insb. Hinweis der KfQK vom 17.07.2017)
    • Neuerungen bei der Durchführung der QK (IDW PS 140)
    • Fallstudie zu den 10 Prozessschritten der QK (=> anhand Arbeitshilfen)

(2) IKS-Prüfung bei KMU (zweitägig)

Referent: WP/StB Christian Hecht

Zweitages-Seminar mit folgenden Themen:

  • Überblick über den risikoorientierten Prüfungsansatz (IDW PS 261 n.F.; ISA 315 und 330) und die skalierte Prüfung
  • IKS-Prüfung: Aufbau- und Funktionsprüfungen (Theorie und Praxis)
  • Besonderheiten der IKS-Prüfung bei mittelst. Unternehmen (IDW PH 9.100.1)
  • Fallstudien zu den Bereichen Verkauf, Einkauf, Buchhaltung, Controlling
  • Festlegung von Prüfungsstrategie und -programm auf Basis der IKS-Prüfung
Termin Ort Kurs Anmeldung bis
29./30.11.18 Frankfurt-Flughafen 564 01.11.18
14./15.11.19 Stuttgart (am Hbf) 600 16.10.19

(3) IKS-Prüfung: Praxisprobleme bei KMU (eintägig)

Referent: WP/StB Christian Hecht

Eintages-Seminar mit folgenden Themen:

  • Die skalierte Abschlussprüfung und das IKS kleiner Unternehmen: Welche Anforderungen und Erleichterungen finden sich in den Prüfungsstandards (IDW PS 261 n.F.; ISA 315 und ISA 330)?
  • Nur wo IKS draufsteht, ist auch IKS drin? Wie finde und evaluiere ich Kontrollen in einer schlecht dokumentierten Unternehmensorganisation?
  • Praxisfall: Kontrollen im Buchhaltungs- und Abschlusserstellungsprozess
  • Praxisfall: Einkaufsprozess im kleinen Unternehmen
  • Fraud-Risiken im kleinen Unternehmen: Wie gehen wir damit um?
  • Praxisfall: Entgeltabrechnung
Termin Ort Kurs Anmeldung bis
13.09.18 Köln (am Hbf) 561 10.08.18
06.12.18 Hannover (am Hbf) 562 15.11.18
21.11.19 Frankfurt-Flughafen 598 10.10.19
06.12.19 Düsseldorf 599 08.11.19

(4) IT-Prüfung „light“ - Anwendung von Checklisten zur IT-Prüfung

Referent: Ralph Krüger, CISA

Eintages-Seminar mit folgenden Themen:

  • Eigenständige Bearbeitung von IT-Prüffeldern durch den WP
  • Einsatz von Checklisten als Werkzeug zur Prüfung und Dokumentation
    • Komplexitätseinstufung der IT-Systeme von KMUs
    • Prüfungsansatz und Prüfungsfelder
  • Pragmatische Herangehensweise an relevante IT-Prüffelder
    • Aufnahme und Prüfung des Informations- und Belegflusses
    • Begehung von Serverräumen und Datensicherung
    • Bewertung von Berechtigungskonzeptionen als „Rückgrat“ des IKS
    • Prüfung technischer Aspekte (Virenschutz und Netzwerksicherheit)
    • Prüfungsansätze für IT-gestützte Bestandsbewertung in Warenwirtschaftssystemen
    • Bewertung von elektron. Archivierungssystemen gem. IDW RS FAIT 3
    • Prüfung von IT-Projekten
Termin Ort Kurs Anmeldung bis
02.11.18 Frankfurt-Flughafen 570 05.10.18
23.11.18 München (am Hbf) 571 26.10.18
07.11.19 Köln (am Hbf) 601 26.09.19
28.11.19 Stuttgart (am Hbf) 602 30.10.19
12.12.19 Berlin 603 31.10.19

(5) Aktuelles und Praxisfälle bei der IT-Systemprüfung

Referent: Ralph Krüger, CISA

Eintages-Seminar mit folgenden Themen:

  • Zusammenfassung aktueller IDW-Standards zur IT-Systemprüfung
  • GoBD ersetzen die GoBS und GDPdU - Neuigkeiten und Auswirkungen
  • Pragmatische Prüfung von Archivierungssystemen im Rahmen der JAP
  • Möglichkeiten zur IT-Prozess- und Verfahrensdokumentation bei KMU
  • Datenanalyse im Rahmen der Jahresabschlussprüfung („Journal Entry Testing“ und Abstimmung von Schnittstellen im Bereich der Umsatzerlöse)
  • GoB bei Auslagerung von rechnungslegungsrelevanten Prozessen und Funktionen einschl. Cloud Computing (IDW RS FAIT 5)
  • Anforderungen der Finanzverwaltung: Digitale Betriebsprüfung, E-Bilanz, elektronische Rechnungslegung, Alt-Systemabschaltung
Termin Ort Kurs Anmeldung bis
08.11.18 Berlin 573 27.09.18
13.12.18 Köln (am Hbf) 574 15.11.18
24.10.19 Hamburg 604 26.09.19
20.11.19 Düsseldorf 605 23.10.19
05.12.19 Frankfurt-Flughafen 606 24.10.19

(6) GoBD im Rahmen der Jahresabschlussprüfung und der Betriebsprüfung

Referent: Ralph Krüger, CISA

Eintages-Seminar mit folgenden Themen:

  1. Pragmatische Erläuterung der GoBD-Anforderungen, u. a.
    • Primärqualifikationsrecht des Steuerpflichtigen
    • Zeitgerechte Erfassung und Ordnung von Grundaufzeichnungen
    • Unveränderbarkeit von Aufzeichnungen und Buchungen
    • Aufbewahrung von elektronischen Belegen
    • Verfahrensdokumentation, maschinelle Auswertbarkeit
  2. Bewertung besonderer Sachverhalte, u.a.
    • Rechnungslegungsrelevanz vs. steuerliche Relevanz vs. Aufbewahrungs- und Aufzeichnungspflicht
    • Voraussetzungen für die ausschließlich elektronische Aufbewahrung von Dokumenten
    • Vernichtung von Originalunterlagen und Sicherstellung des Vorsteuerabzugs
    • Umgang mit E-Mail und elektronischen Rechnungen
    • Kosten- und aufwandsbewusste Abschaltung von Altsystemen
  3. Umgang mit der Betriebsprüfung
    • Praxisberichte (Beispiele), „Formelle Mängel mit sachlichem Gewicht“
    • Strategien und Vorbereitung auf die Betriebsprüfung
Termin Ort Kurs Anmeldung bis
07.12.18 Hamburg 568 09.11.18

(7) Konzernrechnungslegung nach HGB für Fortgeschrittene - Spezialfragen, Beispiele und Fallstudien

Referent: WP/StB Hermann Kleinmanns, BDO AG WPG

Eintages-Seminar mit folgenden Themen:

Spezialfragen, Beispiele und Fallstudien zu:

  • Variable Kaufpreisklauseln beim (Teil-) Unternehmenserwerb
  • Auf- und Abstockungen, Übergangskonsolidierungen, Endkonsolidierungen
  • Währungsumrechnung
  • Equity-Methode (DRS 8) und latente Steuern im Konzern (DRS 18)
  • Kapitalflussrechnung (DRS 21) und Eigenkapitalspiegel (DRS 22)
Termin Ort Kurs Anmeldung bis
11.10.18 Stuttgart (am Hbf) 591 11.09.18
09.11.18 Frankfurt-Flughafen 592 12.10.18
22.11.18 Düsseldorf 593 22.10.18
28.11.18 Berlin 594 17.10.18
25.10.19 Hamburg 595 27.09.19
08.11.19 München (am Hbf) 596 11.10.19
29.11.19 Köln (am Hbf) 597 18.10.19
 

Anlagen

Nachfolgend der Download der Anlagen 1 und 2

Download  

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WP / StB Dr. Wolf-Michael Farr - Geschäftsführer
Cicerostraße 2, 10709 Berlin
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